hier ein kurzer Lernzettel den ich zur Verfügung stellt!
SÜDOSTASIEN-LERNZETTEL
Die Region im Überblich 1.1.
-heterogener Raum: - Vielzahl von größeren und kleineren und ethnischen Gruppen
- ca. 1500 Sprachen
- moderne Megastädte und abgelegen Landräume
- Industrieländer, Schwellländer und stagnierende Entwicklungsländer
- religiöse Vielfalt (Weltreligionen, Animismus, Geisterglaube…)
Die ASEAN (Association of South East Asian Nations) 1.1.1.
-gegründet: 1967
-Mitglieder: Alle Länder Südostasiens, außer Osttimor
-Ziele: Stabilität, Sicherheit, Wohlstand und Unabhängigkeit
-Mittel: ökonomische, soziale und kulturelle Zusammenarbeit – gemeinsamer Markt ( bis 2015)
-mögliche Probleme: Es ist kein Eingriff durch die Organisation in innerstaatliche Angelegenheiten geplant, somit können kulturelle und politische Unterschiede ein Problem darstellen
Vorbildfunktion: Die EU
Die Bevölkerung Südostasiens 1.2.
-sehr hohe ethnische Diversität (absolute Anzahl nicht bekannt)
-häufige Überlagerung der ethnischen Gruppen (die auch zahlreiche Untergruppen haben)
-Zugehörigkeitsgefühl zu den Gruppen ist subjektiv
-sehr hohe sprachliche Diversität
-Sprachen der Minoritäten sind gefährdet
-Sprachen der Majorität üblicherweise die Nationalsprache
-unterschiedliche Religionszugehörigkeit:
malaiische Archipel – sunnitischer Islam/ Großteile des Festland-Südostasiens – Buddhismus/ Philippinische Inselwelt – Katholizismus/ bei kleineren Volksgruppen: Animismus, Ahnenkult
-> Konflikte können auftreten, wenn Unterschiede politisch instrumentalisiert wird
-> Zusammenleben sonst friedlich
Geologie 1.3.1.
-Südostasien befindet sich größten Teils in der alpidischen Zone
-d.h. halten plattentektonische Vorgänge bis heute an
-> Vulkanismus, Erdbeben, Tsunamis
-> Vulkanismus auch eine Chance wegen guten Böden
Klima 1.3.2.
-Südostasien befindet sich innerhalb der Wendekreise und somit in den Tropen
-charakteristisch: Tageszeitenklima
-hygrische Jahreszeiten werden durch wechselnde Winde bestimmt:
-> Sommermonsun und der Passat in den Wintermonaten
-es herrschen wechselfeuchte Verhältnisse vor ( äußere Tropen)
-ausgeglichenes Klima und gleichbleibender Niederschlag ( innere Tropen)
Bevölkerungsdynamik 2.1.
Bis ins 19. Jh. wuchs die Bevölkerungsanzahl Südostasiens nur langsam…
… Kriege, schlechte hygienische Verhältnisse und Ernährungsunsicherheiten => hohe Sterberate
… die mit den Kriegen verbundenen Versklavung => niedrige Geburtenrate
Im 19. Jh. setzt das Bevölkerungswachstum langsam ein…
… Konflikte flauten durch die Kolonialmächte ab, politische und wirtschaftliche Stabilität setzte langsam ein, neue Wirtschaftsformen wurden eingeführt, landwirtschaftliche Nutzfläche wurde ausgeweitet => Ernährungssicherheit und Bevölkerungsanstieg
Für die intensive Landwirtschaftliche Nutzung fehlte es an Arbeitskräften…
… d.h. erfolgte auch eine räumliche Bevölkerungsbewegung, durch das immigrieren von Chinesen und Indern
Verbesserte Gesundheitsvorsorge führte zu einem Rückgang der Säuglingssterblichkeit, zusätzlich war die Fertitilität hoch => stetiges Bevölkerungswachstum
… aber die Geburtenanzahl hatte wirtschaftliche Gründe heute fehlet die staatliche Rentenvorsorge
ð Daher ab 1970 teilweise rückläufiges Wachstum in wirtschaftlich erstarkten Ländern (z.B. Singapur) oder in Regionen die durch Krieg betroffen waren (z.B. Vietnam) in denen aber nach Beendigung der Konflikte die Bevölkerungsanzahl wieder wuchs
ð Daher ein Bevölkerungsanstieg besonders in Regionen, die eine intensive landwirtschaftliche Nutzung aufwiesen – daher wächst auch die Bevölkerung in ärmeren Ländern trotz niedrigem HDI
… sobald der Agrarsektor den Bedarf der Arbeitsplätze nicht mehr decken kann, kommt es zur rural-urbanen Migration (Dienstleistungssektor bietet neue Chancen)
Der demographische Übergang 2.2.1.
-der demographische Wandel in Südostasien resultiert aus sinkender Fertilität und steigender Lebenserwartung
-der Prozess verläuft in den Großregionen jedoch nicht einheitlich (viele Familien auf den Land sind auf Kinder als Altersversicherung angewiesen, in wohlhabenden Staaten wir diese zusätzliche Arbeitskraft nicht mehr benötigt)
-Bildung besitzt traditionelle Bedeutung -> Analphabeten-Rate wird reduziert
-viele Menschen ziehen in die Stadt: Zur Unterstützung der Familie und besseren Bildungschancen -> Heiratsalter sinkt, Karrierewunsch reduziert die hohe Kinderzahl
à Lebensbedingungen haben sich verbessert (medizinische Versorgung, Bildung, Ernährung)…
… d.h. Rückgang der Sterblichkeitsrate, der Geburtenrate und Fertilität
Die Folge: Hochentwickelte Regionen wie Singapur werden in Zukunft durch die Probleme einer alternden Gesellschaft konfrontiert
Soziale Sicherungssysteme oder Problem des demographischen Übergangs 2.2.2.
Problem:
-Die unzureichende Versorgung (medizinisch etc.) der älteren Bevölkerung
-überproportionaler Frauenanteil, die im Alter häufig nicht erwerbstätig sind -> Altersarmut…
… da durch die Urbanisierung die älteren Frauen nicht mehr von ihren Kindern aufgenommen werden können
è Generationsvertrag kann zukünftig kaum mehr eingehalten werden, Versicherungssysteme sind nur rudimentär vorhanden, Folge: ALTERSARMUT
è Hohes Medianalter senkt die Potenzielle Unterstützungsrate „PSR“
Arten und Motive der Migration 2.3.1.
-Erwerbsfähige Bevölkerung zwischen 20 und 45 Jahren emigriert…
… wegen der Suche nach Arbeit: Frauen finden einen besseren Job im Niedriglohnsektor…
… wegen politischen, religiösen und sozialen Motiven (z.B.: politische, religiöse Unruhen)…
… wegen besseren Arbeits- und Lebensstandard…
… in Länder die Verbesserung bieten.
Beispiele:
Zuwanderung: Chinesen in der Kolonialzeit nach Südostasien
Abwanderung: aus asiatischen Staaten in die USA, Europa, Golfstaaten etc.
(kann aber auch auf nationaler oder regionaler Ebene stattfinden)
Binnenmigration (kann aber auch nur saisonal sein, besonders im Tourismus):
1. Intrarurale Migration (Suche nach Arbeit
2. Rural-urbane Migration (erhofft wird meist bessere Bildung, und besser bezahlte Arbeit)
3. Interurbane Migration (Suche nach dem attraktivsten Arbeitsangebot)
Folgen der Migration 2.3.2.
-Rücküberweisungen…
… verbessern die Lebenssituation der Empfänger…
… verbessern die Binnennachfrage und nimmt damit Einfluss auf die Volkswirtschaft…
… aber schafft die Gefahr der Abhängigkeit, außerdem wird der Ausfall von Humankapital nicht nachhaltig ersetzt.
-Kettenmigration: Nach Etablierung von Migranten ziehen häufig Personen aus dem Herkunftsort nach, dies kann zur Abschottung einzelner Emigrantengruppen, aber auch zu ethnischer und kultureller Diversität. à Dies kann einmal eine Chance für positive Bevölkerungsdynamik sein, aber es birgt die Gefahr der „Überfremdung“
Land-Stadt-Wanderung:
Häufig wird die Aufnahmekapazität von Städten überschritten àstaatlicher Versuch die Migrationsströme auf das Land abzulenken àbürokratische Zugangsbarrieren àillegale Einwanderung àVersorgungsengpässen
-> gleichzeitig kann es zur sozialen Erosion auf dem Land kommen, das Dorf wird einer weiteren finanziellen Belastung ausgesetzt
Aufbrechen traditioneller Gesellschaftsstrukturen 2.4.
Erstes Indiz des Aufbrechens = Schwächung der Familie, als wichtigste Instanz sozialer Sicherung.
Ursachen:
-Erwerbsmöglichkeiten im sekundären und tertiären Sektor àErhöhung der eigen Versorgung
-„räumliche Auflösung“, durch Migration (Urbanisierung)
-verbesserte Bildungschancen der Frau àRolle der Frau ändert sich, nicht nur Haushalt!!!
-ansteigen des Heiratsalter
-politischer Wandel durch internationalen Einfluss
è Globalisierung führt zur Adaption von modernen Lebensstil, welcher sich häufig mit der Tradition vermischt: „ […] besteht ein nebeneinander neuer und alter Lebensweisen.“ àHeterogenität
Indikatoren für Entwicklung 3.1.
-ökonomische Indikatoren: BIP oder BIP/Kopf, da dieser den tatsächlichen Wohlstand des Landes darstellt (Problematik!!!: Schere zwischen Arm und Reich wird nicht beachtet)
-soziale Indikatoren: Gesundheit (medizinische Versorgung, Säuglingssterblichkeit), Bildung (Anteil der Analphabeten etc.) und Arbeitsbedingungen
à HUMAN DEVELOPMENT INDEX ( HDI):
-Lebenserwartung bei der Geburt (Bereich der Gesundheit)
-BIP/Kopf = Kaufkraftparität des Landes
-Alphabetisierungsrate – Bereich Bildung.
Problematik von Entwicklungsindikatoren: Teilweise Subjektivität (z.B. legt das Königreich Bhutan Wert auf das Glück der Bevölkerung, als auf seine Kaufkraftparität)
Weitere Kenngrößen der Entwicklung 3.2.
Materielle Infrastruktur:
-Energieversorgung, Trinkwasserversorgung, Verkehrswege, Kommunikation, Abwasserversorgung etc.Soziale Infrastruktur:
-Krankenhäuser, Freizeitmöglichkeiten, Schulen, Universitäten, öffentliche Einrichtungen, Wohnungen etc.
àDie Infrastruktur steigert ökonomisches Potenzial, als auch die Lebensqualität der Bewohner, gleichzeitig erfordert sie erhebliche finanzielle Ressourcen, d.h. haben auch entwickelte und wirtschaftlich prosperierende Länder eine bessere infrastrukturelle Ausstattung als Entwicklungsländer
Stellung der Frau:
-gemessen durch den Frauenanteil am nationalen Privateinkommen, Frauenanteil im Parlament und in Führungsebenen und Facharbeiterinnen, de facto die wirtschaftliche und politischer Partizipation der Frau
-Warum? „Ungleichheiten zwischen Mann und Frau stehen häufig im Zusammenhang mit einer geringen sozioökonomischen Entwicklung.“
Umweltökonomische Indikatoren
-Im Bezug auf ökologische Katastrophen wird nachhaltige Entwicklung beachtet, da sie einen Ausweg aus der ökologischen Krise bedeuten könnte
-gemessen wird hier am ökologischen Fußabdruck ( Verbrauch im Verhältnis mit ökologischer Produktivität)
-heute ist der ökologische Fußabdruck des Menschen schon 1,4mal größer als die Erde = ökologische Krise
Demokratisierung 3.3.
-gemessen durch den Status-Index Demokratie: Der Transformation eines Staates zum Rechtstaat mit: Staatlichkeit, Partizipation, Rechtsstaatlichkeit, Stabilität der Institution, politische und gesellschaftliche Integration àGesamtergebnis der politischen Transformation
Stadien der Entwicklung: Fallbeispiel Singapur 3.4.
Maßnahmen der Wirtschaftspolitik zur Entwicklung:
1960-65: Importsubstitutionen, wirtschaftliche Steuerung durch öffentliche Einrichtung, Schaffung von Industriegebieten àSchwerpunkt der Produktion: arbeitsintensiv à Absatzmarkt: Singapur
1965-78: Industrialisierung durch Exportorientierung, Gründung staatlicher Unternehmen, Gründung eines Infrastrukturunternehmens à Produktion: arbeitsintensiv àAbsatzmarkt: Singapur, Nachbarländer
1979-1986: Lohnerhöhung, Förderung von Bildung, Automatisierung und Mechanisierung à Produktion: sachkapitalintensiv à Absatzmarkt: Südostasien
1987-1996: Stärkung technologischer Basis, Clusterbildung (Agglomeration), Regionalisierung und Förderung der Ansiedlung von Unternehmenszentralen àsach-und-humankapitalintensiv à Absatzmarkt: Europa, Nordamerika, Ost- und Südostasien
Seit 1997: wissensintensive Industrialisierung, Schaffen von asiatischen Dienstleistungsknoten à human-und-sachkapitalintensiv àAbsatzmarkt: Weltweit
è Notwendig für diese Entwicklungen sind Investitionen vom Ausland (ADI), daher war eine wirtschaftsfreundliche Politik von Nöten
Südostasien – eine Region großer räumlicher Disparitäten 4.1.
Disparitäten: Ungleichheit von Lebensbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten (im Bezug auf Ökonomie, Ökologie, Politik und Gesellschaft)
Disparitäten können auf verschiedenen Ebenen betrachtet werden…
… globale Ebene z.B. kann ENtwicklungs- Schwellen und Industrieländer unterschieden werden, gemessen meist am HDI
… nationale Ebene z.B. Hauptstadt – Peripherie oder Industrie gegenüber Landwirtschaftsregionen, hier gilt als Indikator die materielle und soziale Infrastruktur, oder auch Industriekomplexe oder Ressourcenabbaugebiete
… regionale Ebene z.B. Stadtlandgefälle (ebenfalls Infrastruktur)
… der Ebene Stadt, hier können z.B. Luxusvillenvierteln die Slums gegenübergestellt werden, oder den Squatterquartieren die Gated-Communities
De facto je tiefer man in den Ebenen geht, desto detaillierter ist die Betrachtung.
Staatliche Instrumente zur Minderung räumlicher Disparitäten
= Ansiedlung neuer Industrie, Ausbau der Infrastruktur, Bekämpfung der organisierten Kriminalität, Verstärkung des Tourismus, Erhalt der Humanressourcen
Ursachen für die divergente Entwicklung eines Raumes, kann einmal das komplexe Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik, Ökologie und Gesellschaft sein, aber auch Naturkatastrophen wie der Tsunami von 2004 können gesellschaftliches Gleichgewicht zum Wanken bringen
Innerstaatliche Disparitäten 4.2.
-Höhe der Humanressourcen und natürliche Ressourcen hängen nicht zwangsläufig mit der Verteilung von Armut und Reichtum zusammen
à z.B. verfügen die Philippinen über Humanressourcen und natürlich Ressourcen, dennoch beträgt der Anteil der Armen die weniger als einen Dollar pro Tag verdienen bei 40%
-innerstaatliche Disparitäten sind anhand der Lorenz-Kurve zu erkennen (Abweichung zur absoluten Gleichverteilung) und anhand des Gini-Koeffizienten, der die Verteilung des gesamten Vermögens auf seine Bevölkerung angibt (je geringer, desto besser)
-globaler Handel fördert zwar Wirtschaft, aber meisten nur einzelne Regionen, daher gibt es auch Verlierer der Globalisierung, da andere Regionen eines Staates nicht gefördert werden
-Disparitäten können aufgrund verschiedener Gunst (Geofaktoren) entstehen, somit ist z.B. das Delta des Mekongs besser als der Boden von den, in Bergregionen des Mekong, lebenden Bevölkerung
Transmigrasi – Versuch zur Überwindung der räumlichen Disparitäten 4.3.
Ziel: Entlastung der indonesischen Zentralinsel Java (aufgrund von Überlastung, Arbeitsplatzmangel..)
Mittel: Umsiedlung von ärmerer Bevölkerung in die Peripherie, gelockt durch eine Prämie von 2ha Land, Lebensmittelvorräten für ein Jahr, einem Haus und Saatgut
Finanzierung: Weltbank
Probleme: Abholzung von Regenwald, anderen Ethnien wurde Lebensraum genommen, nicht ausreichende Landwirtschaftliche Kenntnisse, Rückwanderung, ethnische Konflikte mit den Einheimischen, außerdem wird das Bevölkerungswachstum auf Java nicht gestoppt
Erfolg? àteilweise ja, aber es werden neue Probleme geschaffen, letztendlich ist das Programm nicht mehr im Mittelpunkt, da es teilweise Bedeutung verloren hat, da die Geburtenrate in Indonesien zurückgeht.
Entwicklungsfaktor Tourismus 4.4.
-Tourismus baut auf den Verkauf von traditioneller Natur, oder auf natürliche Besonderheiten eines Biotops
-Tourismus gibt Schwellenländern zumeist einen wirtschaftlichen Schwung, er steigert durch Synergie-Effekte die Binnennachfrage und steigert ADI, gleichzeitig steigt die Beschäftigten Anzahl
Problematik: Überlastung von Touristenstandorten, damit verbunden die Umweltverschmutzung (Abwasser- und Müllentsorgung in Flüsse) und Verlust der Nachhaltigkeit, als auch die Verflachung von Kultur)
Alternative: Sanfter Tourismus
Vom Tigersprung zum Gänseflug 5.1.1.
Funktion der Länder Südostasiens in der ersten Hälfte des 20. Jh.:
-aufgrund der kolonialen Strukturen Export von Rohstoffen und landwirtschaftlichen Produkten
-Weiterverarbeitung fand in Europa und Nordamerika statt
àdurch einsetzenden Strukturwandel in den Industrieländern und der Unabhängigkeit der südostasiatischen Länder änderte sich dies nach dem 2. Weltkrieg
-Der südostasiatische Raum wurde durch ausländische Direktinvestitionen (ADI oder FDI) entwickelt…
… denn der südostasiatische Raum war im Kalten Krieg geopolitisch besonders interessant
-ADI wurden aus der USA zum Aufbau des sekundären Sektors getätigt
àJapan war Vorreiter in diesem Prozess, nachdem sich dort der Strukturwandel vollzogen hat, tätigte man Investitionen in Volkswirtschaften in Südostasien…
… diese folgten dem „Vorbild“ Japans…
… dieses Modell der wirtschaftlichen Entwicklung ist das „Gänseflugmodell“
è Häufig werden Länder Südostasiens als Tigerstaaten bezeichnet, aufgrund des schnellen Vollzuges eines Strukturwandels á la Japan
è Die Tigerstaaten sind in verschiedene Generationen zu unterteilen, je nach der chronologischen Abfolge von Wirtschaftswachstum, bzw. getätigten ADI
Anpassung der landwirtschaftlichen Produktion 5.1.2.
-trotz wirtschaftlicher Konzentration von Schwellenländer auf den tertiären Sektor gibt es das Bestreben den Agrarsektor an den Weltmarkt anzupassen
Beispiel Palmenöl:
-da die Nachfrage nach Palmenöl steigt, will man mit dem Export von diesem das Wirtschaftswachstum steigern àdie Gewinnung ist arbeitsintensiv und schaff daher Arbeitsplätze, die keinem saisonalen Zyklus ausgesetzt sind (Innere Tropen: siehe oben) = Armutsminderung
-Kleinbauern erzielen mit dem Anbau von Palmenöl größere Gewinne als durch den Nassreisanbau
-anderer Aspekt: Nukleus-Konzept àvertragliche Kleinbauern auf Kernflächen einer Plantage angestellt = Abhängigkeit
-gefördert wird der Anbau durch Industrieländer wie Deutschland
-Auswirkungen auf die Umwelt: Das Wirtschaftswachstum wird zwar gesteigert, aber die Umwelt wird gefährdet (11mil. Ha Brandrodung, Torfböden werden trocken gelegt = CO2 Freisetzung, Arten die vom Aussterben bedroht sind werden verdrängt), gleichzeitig wird eine Monokulturanbau gefördert und die Diversität des Anbaus (Kakao, Kokos etc.) verdrängt
Lichtblick: 2010 keine neuen Konzessionen für Abholzung in Indonesien
Südostasiens Position im globalen Handel 5.3.
-wirtschaftliche Liberalisierung durch die WTO = größeres Handelsvolumen
-aufgrund Standortsuche = Zunahme der Direktinvestitionen in Südostasien
-Innovation in Bereichen wie Logistik, Transport und Kommunikation führt zur Kostenreduzierung von Produkten
à von diesem Standpunkt aus, hat sich die „Triade gebildet, in der der Raum Asien/Pazifik Waren im Wert von 650 Mrd. US-$ exportiert und hat somit eine wichtige Position im globalen Handel, es werden besonders…
… Produkte des industriellen Sektors gehandelt
… Konsumgüter wie Elektronik, Kleidung etc. aus der Subregion Südostasien exportiert, wobei ein Viertel von diesen in den Mitgliedsstaaten der ASEAN selbst gehandelt werden
… (wird) die Diversität von Produkten in den Tigerstaaten der 2. Generation gefördert, da besonders Güter aus dem Agrarsektor die Terms of Trade verschlechtern können.
-Gleichzeitig werden Dienstleistungen (Marktanalysen, Beratungen, Empfehlungen etc.) gehandelt, die aufgrund Kommunikation immer mehr Bedeutung gewinnen à mit diesen lassen sich große Gewinne am Weltwirtschaftsmarkt erfüllen
Globalisierte Wirtschaft – globalisierte Kultur 5.4.
-Globalisierung hat nicht nur wirtschaftliche Folgen…
… sondern kann zu Adaption von Werten führen (durch neue Medien gefördert)…
… aber muss nicht unbedingt Unterschiede „einebnen“…
…sondern kann etwas „Neues“ hervorbringen, adaptierte Werte werden mit eigenen Wertvorstellungen kombiniert und führt zu einem Austausch von Kultur (besonders stark in Gebieten in denen der Tourismus prosperiert)
à gleichzeitig sind aber viele Regionen (besonders ländliche) von diesem Kontakt der Kulturen ausgeschlossen
Von der Metropole zur Weltstadt 6.1.1
-südostasiatische Metropolen besitzen eine Spitzenposition innerhalb ihres Landes
-sie sind meisten Primat-Citys, in der sich Politik und Wirtschaft zentralisiert
-dem ländlichen Raum sind sie deutlich überlegen
-diese Städte entwickeln globalen Charakter, sie werden durch Infrastruktur in die Weltwirtschaft eingebunden, so haben viele große internationale Unternehmen eine Unterlassung in solch einer Stadt = hohes wirtschaftliches Potenzial
-diese Weltstädte besitzen dann Kontroll- und Steuerfunktion für die globale Weltwirtschaft
à somit gewinnen sie auch weltpolitisch an Bedeutung
-diese Weltstädte können anhand ihrer Bedeutung für die internationale Verflechtung und Integration in diese, in 4 Kategorien eingeteilt werden
Megastädte und Stadtwachstum 6.1.2.
Liberalisierung der Weltwirtschaft à Megastädte werden in Weltwirtschaft integriert à gewinnen an Bedeutung àpull-Faktor durch die Vielzahl von Arbeitsplätzen àBevölkerungsanstieg der Stadt = Landflucht à arme Einwandererschichten finden keinen Wohnraum àillegale Bebauung von Freiflächen àschlechte Lebensbedingungen à PUSH-FAKTOR
-Trotzdem kommt es zu einer Urbanisierung (Verstädterung)
-meistens verschmilzt eine Stadt im rasanten Wachstum mit dem Umland zu einer riesigen Agglomeration (z.B. Manila) à Stadtplanung ungenügend à Überlastungserscheinungen à Mosaikmuster (Gated-Communities – Squattersiedlungen)
Effekt der Urbanisierung: Adaption von städtischer Lebensweise – besonders junge Leute wollen in die Stadt
Verschmelzung der Metropolen mir ihrem Umland 6.2.
-Metropolen bestehen in der Regel aus einem Stadtzentrum
-um dieses Reihen sich Zonen, dessen Bebauungsdichte nach außen abnimmt
-je nach Lage der Stadt haben sich die Zonen ringförmig ausgebreitet
-Umland unterliegt wie Stadt vielen Wandlungsprozessen
àLandwirtschaftliche Flächen werden zu Industrieflächen, Industrieflächen zu Wohngebieten (Suburbanisierung)
-Heterogenität der Orte in der Agglomeration sind unterschiedlich (z.B. gib es dörflichen Charakter am Rand der Stadt)
-die Sozialstruktur unterscheidet sich und wandelt sich
-aufgrund schlechter Verkehrsinfrastruktur siedelt sich die ärmere Bevölkerung stadtnah an, gar auf Dächern oder illegal auf frei Flächen
àdurch die gleichzeitige Nähe zu exklusiven Siedlungen ist ein Mosaikmuster häufig erkennbar
àsoziale Segmentierung
Perspektiven 7.
Ziele der ASEAN:
1. Finanzielle Stabilität und den Aufschwung antreiben
2. Ökonomische Verflechtung der ASEAN wahren
3. Entwicklung der Infrastruktur pflegen
4. Nachhaltige Entwicklung fördern
5. Stärkung sozialer Sicherungssystme
6. Bildungskooperation fördern
SÜDOSTASIEN-LERNZETTEL
Die Region im Überblich 1.1.
-heterogener Raum: - Vielzahl von größeren und kleineren und ethnischen Gruppen
- ca. 1500 Sprachen
- moderne Megastädte und abgelegen Landräume
- Industrieländer, Schwellländer und stagnierende Entwicklungsländer
- religiöse Vielfalt (Weltreligionen, Animismus, Geisterglaube…)
Die ASEAN (Association of South East Asian Nations) 1.1.1.
-gegründet: 1967
-Mitglieder: Alle Länder Südostasiens, außer Osttimor
-Ziele: Stabilität, Sicherheit, Wohlstand und Unabhängigkeit
-Mittel: ökonomische, soziale und kulturelle Zusammenarbeit – gemeinsamer Markt ( bis 2015)
-mögliche Probleme: Es ist kein Eingriff durch die Organisation in innerstaatliche Angelegenheiten geplant, somit können kulturelle und politische Unterschiede ein Problem darstellen
Vorbildfunktion: Die EU
Die Bevölkerung Südostasiens 1.2.
-sehr hohe ethnische Diversität (absolute Anzahl nicht bekannt)
-häufige Überlagerung der ethnischen Gruppen (die auch zahlreiche Untergruppen haben)
-Zugehörigkeitsgefühl zu den Gruppen ist subjektiv
-sehr hohe sprachliche Diversität
-Sprachen der Minoritäten sind gefährdet
-Sprachen der Majorität üblicherweise die Nationalsprache
-unterschiedliche Religionszugehörigkeit:
malaiische Archipel – sunnitischer Islam/ Großteile des Festland-Südostasiens – Buddhismus/ Philippinische Inselwelt – Katholizismus/ bei kleineren Volksgruppen: Animismus, Ahnenkult
-> Konflikte können auftreten, wenn Unterschiede politisch instrumentalisiert wird
-> Zusammenleben sonst friedlich
Geologie 1.3.1.
-Südostasien befindet sich größten Teils in der alpidischen Zone
-d.h. halten plattentektonische Vorgänge bis heute an
-> Vulkanismus, Erdbeben, Tsunamis
-> Vulkanismus auch eine Chance wegen guten Böden
Klima 1.3.2.
-Südostasien befindet sich innerhalb der Wendekreise und somit in den Tropen
-charakteristisch: Tageszeitenklima
-hygrische Jahreszeiten werden durch wechselnde Winde bestimmt:
-> Sommermonsun und der Passat in den Wintermonaten
-es herrschen wechselfeuchte Verhältnisse vor ( äußere Tropen)
-ausgeglichenes Klima und gleichbleibender Niederschlag ( innere Tropen)
Bevölkerungsdynamik 2.1.
Bis ins 19. Jh. wuchs die Bevölkerungsanzahl Südostasiens nur langsam…
… Kriege, schlechte hygienische Verhältnisse und Ernährungsunsicherheiten => hohe Sterberate
… die mit den Kriegen verbundenen Versklavung => niedrige Geburtenrate
Im 19. Jh. setzt das Bevölkerungswachstum langsam ein…
… Konflikte flauten durch die Kolonialmächte ab, politische und wirtschaftliche Stabilität setzte langsam ein, neue Wirtschaftsformen wurden eingeführt, landwirtschaftliche Nutzfläche wurde ausgeweitet => Ernährungssicherheit und Bevölkerungsanstieg
Für die intensive Landwirtschaftliche Nutzung fehlte es an Arbeitskräften…
… d.h. erfolgte auch eine räumliche Bevölkerungsbewegung, durch das immigrieren von Chinesen und Indern
Verbesserte Gesundheitsvorsorge führte zu einem Rückgang der Säuglingssterblichkeit, zusätzlich war die Fertitilität hoch => stetiges Bevölkerungswachstum
… aber die Geburtenanzahl hatte wirtschaftliche Gründe heute fehlet die staatliche Rentenvorsorge
ð Daher ab 1970 teilweise rückläufiges Wachstum in wirtschaftlich erstarkten Ländern (z.B. Singapur) oder in Regionen die durch Krieg betroffen waren (z.B. Vietnam) in denen aber nach Beendigung der Konflikte die Bevölkerungsanzahl wieder wuchs
ð Daher ein Bevölkerungsanstieg besonders in Regionen, die eine intensive landwirtschaftliche Nutzung aufwiesen – daher wächst auch die Bevölkerung in ärmeren Ländern trotz niedrigem HDI
… sobald der Agrarsektor den Bedarf der Arbeitsplätze nicht mehr decken kann, kommt es zur rural-urbanen Migration (Dienstleistungssektor bietet neue Chancen)
Der demographische Übergang 2.2.1.
-der demographische Wandel in Südostasien resultiert aus sinkender Fertilität und steigender Lebenserwartung
-der Prozess verläuft in den Großregionen jedoch nicht einheitlich (viele Familien auf den Land sind auf Kinder als Altersversicherung angewiesen, in wohlhabenden Staaten wir diese zusätzliche Arbeitskraft nicht mehr benötigt)
-Bildung besitzt traditionelle Bedeutung -> Analphabeten-Rate wird reduziert
-viele Menschen ziehen in die Stadt: Zur Unterstützung der Familie und besseren Bildungschancen -> Heiratsalter sinkt, Karrierewunsch reduziert die hohe Kinderzahl
à Lebensbedingungen haben sich verbessert (medizinische Versorgung, Bildung, Ernährung)…
… d.h. Rückgang der Sterblichkeitsrate, der Geburtenrate und Fertilität
Die Folge: Hochentwickelte Regionen wie Singapur werden in Zukunft durch die Probleme einer alternden Gesellschaft konfrontiert
Soziale Sicherungssysteme oder Problem des demographischen Übergangs 2.2.2.
Problem:
-Die unzureichende Versorgung (medizinisch etc.) der älteren Bevölkerung
-überproportionaler Frauenanteil, die im Alter häufig nicht erwerbstätig sind -> Altersarmut…
… da durch die Urbanisierung die älteren Frauen nicht mehr von ihren Kindern aufgenommen werden können
è Generationsvertrag kann zukünftig kaum mehr eingehalten werden, Versicherungssysteme sind nur rudimentär vorhanden, Folge: ALTERSARMUT
è Hohes Medianalter senkt die Potenzielle Unterstützungsrate „PSR“
Arten und Motive der Migration 2.3.1.
-Erwerbsfähige Bevölkerung zwischen 20 und 45 Jahren emigriert…
… wegen der Suche nach Arbeit: Frauen finden einen besseren Job im Niedriglohnsektor…
… wegen politischen, religiösen und sozialen Motiven (z.B.: politische, religiöse Unruhen)…
… wegen besseren Arbeits- und Lebensstandard…
… in Länder die Verbesserung bieten.
Beispiele:
Zuwanderung: Chinesen in der Kolonialzeit nach Südostasien
Abwanderung: aus asiatischen Staaten in die USA, Europa, Golfstaaten etc.
(kann aber auch auf nationaler oder regionaler Ebene stattfinden)
Binnenmigration (kann aber auch nur saisonal sein, besonders im Tourismus):
1. Intrarurale Migration (Suche nach Arbeit
2. Rural-urbane Migration (erhofft wird meist bessere Bildung, und besser bezahlte Arbeit)
3. Interurbane Migration (Suche nach dem attraktivsten Arbeitsangebot)
Folgen der Migration 2.3.2.
-Rücküberweisungen…
… verbessern die Lebenssituation der Empfänger…
… verbessern die Binnennachfrage und nimmt damit Einfluss auf die Volkswirtschaft…
… aber schafft die Gefahr der Abhängigkeit, außerdem wird der Ausfall von Humankapital nicht nachhaltig ersetzt.
-Kettenmigration: Nach Etablierung von Migranten ziehen häufig Personen aus dem Herkunftsort nach, dies kann zur Abschottung einzelner Emigrantengruppen, aber auch zu ethnischer und kultureller Diversität. à Dies kann einmal eine Chance für positive Bevölkerungsdynamik sein, aber es birgt die Gefahr der „Überfremdung“
Land-Stadt-Wanderung:
Häufig wird die Aufnahmekapazität von Städten überschritten àstaatlicher Versuch die Migrationsströme auf das Land abzulenken àbürokratische Zugangsbarrieren àillegale Einwanderung àVersorgungsengpässen
-> gleichzeitig kann es zur sozialen Erosion auf dem Land kommen, das Dorf wird einer weiteren finanziellen Belastung ausgesetzt
Aufbrechen traditioneller Gesellschaftsstrukturen 2.4.
Erstes Indiz des Aufbrechens = Schwächung der Familie, als wichtigste Instanz sozialer Sicherung.
Ursachen:
-Erwerbsmöglichkeiten im sekundären und tertiären Sektor àErhöhung der eigen Versorgung
-„räumliche Auflösung“, durch Migration (Urbanisierung)
-verbesserte Bildungschancen der Frau àRolle der Frau ändert sich, nicht nur Haushalt!!!
-ansteigen des Heiratsalter
-politischer Wandel durch internationalen Einfluss
è Globalisierung führt zur Adaption von modernen Lebensstil, welcher sich häufig mit der Tradition vermischt: „ […] besteht ein nebeneinander neuer und alter Lebensweisen.“ àHeterogenität
Indikatoren für Entwicklung 3.1.
-ökonomische Indikatoren: BIP oder BIP/Kopf, da dieser den tatsächlichen Wohlstand des Landes darstellt (Problematik!!!: Schere zwischen Arm und Reich wird nicht beachtet)
-soziale Indikatoren: Gesundheit (medizinische Versorgung, Säuglingssterblichkeit), Bildung (Anteil der Analphabeten etc.) und Arbeitsbedingungen
à HUMAN DEVELOPMENT INDEX ( HDI):
-Lebenserwartung bei der Geburt (Bereich der Gesundheit)
-BIP/Kopf = Kaufkraftparität des Landes
-Alphabetisierungsrate – Bereich Bildung.
Problematik von Entwicklungsindikatoren: Teilweise Subjektivität (z.B. legt das Königreich Bhutan Wert auf das Glück der Bevölkerung, als auf seine Kaufkraftparität)
Weitere Kenngrößen der Entwicklung 3.2.
Materielle Infrastruktur:
-Energieversorgung, Trinkwasserversorgung, Verkehrswege, Kommunikation, Abwasserversorgung etc.Soziale Infrastruktur:
-Krankenhäuser, Freizeitmöglichkeiten, Schulen, Universitäten, öffentliche Einrichtungen, Wohnungen etc.
àDie Infrastruktur steigert ökonomisches Potenzial, als auch die Lebensqualität der Bewohner, gleichzeitig erfordert sie erhebliche finanzielle Ressourcen, d.h. haben auch entwickelte und wirtschaftlich prosperierende Länder eine bessere infrastrukturelle Ausstattung als Entwicklungsländer
Stellung der Frau:
-gemessen durch den Frauenanteil am nationalen Privateinkommen, Frauenanteil im Parlament und in Führungsebenen und Facharbeiterinnen, de facto die wirtschaftliche und politischer Partizipation der Frau
-Warum? „Ungleichheiten zwischen Mann und Frau stehen häufig im Zusammenhang mit einer geringen sozioökonomischen Entwicklung.“
Umweltökonomische Indikatoren
-Im Bezug auf ökologische Katastrophen wird nachhaltige Entwicklung beachtet, da sie einen Ausweg aus der ökologischen Krise bedeuten könnte
-gemessen wird hier am ökologischen Fußabdruck ( Verbrauch im Verhältnis mit ökologischer Produktivität)
-heute ist der ökologische Fußabdruck des Menschen schon 1,4mal größer als die Erde = ökologische Krise
Demokratisierung 3.3.
-gemessen durch den Status-Index Demokratie: Der Transformation eines Staates zum Rechtstaat mit: Staatlichkeit, Partizipation, Rechtsstaatlichkeit, Stabilität der Institution, politische und gesellschaftliche Integration àGesamtergebnis der politischen Transformation
Stadien der Entwicklung: Fallbeispiel Singapur 3.4.
Maßnahmen der Wirtschaftspolitik zur Entwicklung:
1960-65: Importsubstitutionen, wirtschaftliche Steuerung durch öffentliche Einrichtung, Schaffung von Industriegebieten àSchwerpunkt der Produktion: arbeitsintensiv à Absatzmarkt: Singapur
1965-78: Industrialisierung durch Exportorientierung, Gründung staatlicher Unternehmen, Gründung eines Infrastrukturunternehmens à Produktion: arbeitsintensiv àAbsatzmarkt: Singapur, Nachbarländer
1979-1986: Lohnerhöhung, Förderung von Bildung, Automatisierung und Mechanisierung à Produktion: sachkapitalintensiv à Absatzmarkt: Südostasien
1987-1996: Stärkung technologischer Basis, Clusterbildung (Agglomeration), Regionalisierung und Förderung der Ansiedlung von Unternehmenszentralen àsach-und-humankapitalintensiv à Absatzmarkt: Europa, Nordamerika, Ost- und Südostasien
Seit 1997: wissensintensive Industrialisierung, Schaffen von asiatischen Dienstleistungsknoten à human-und-sachkapitalintensiv àAbsatzmarkt: Weltweit
è Notwendig für diese Entwicklungen sind Investitionen vom Ausland (ADI), daher war eine wirtschaftsfreundliche Politik von Nöten
Südostasien – eine Region großer räumlicher Disparitäten 4.1.
Disparitäten: Ungleichheit von Lebensbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten (im Bezug auf Ökonomie, Ökologie, Politik und Gesellschaft)
Disparitäten können auf verschiedenen Ebenen betrachtet werden…
… globale Ebene z.B. kann ENtwicklungs- Schwellen und Industrieländer unterschieden werden, gemessen meist am HDI
… nationale Ebene z.B. Hauptstadt – Peripherie oder Industrie gegenüber Landwirtschaftsregionen, hier gilt als Indikator die materielle und soziale Infrastruktur, oder auch Industriekomplexe oder Ressourcenabbaugebiete
… regionale Ebene z.B. Stadtlandgefälle (ebenfalls Infrastruktur)
… der Ebene Stadt, hier können z.B. Luxusvillenvierteln die Slums gegenübergestellt werden, oder den Squatterquartieren die Gated-Communities
De facto je tiefer man in den Ebenen geht, desto detaillierter ist die Betrachtung.
Staatliche Instrumente zur Minderung räumlicher Disparitäten
= Ansiedlung neuer Industrie, Ausbau der Infrastruktur, Bekämpfung der organisierten Kriminalität, Verstärkung des Tourismus, Erhalt der Humanressourcen
Ursachen für die divergente Entwicklung eines Raumes, kann einmal das komplexe Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik, Ökologie und Gesellschaft sein, aber auch Naturkatastrophen wie der Tsunami von 2004 können gesellschaftliches Gleichgewicht zum Wanken bringen
Innerstaatliche Disparitäten 4.2.
-Höhe der Humanressourcen und natürliche Ressourcen hängen nicht zwangsläufig mit der Verteilung von Armut und Reichtum zusammen
à z.B. verfügen die Philippinen über Humanressourcen und natürlich Ressourcen, dennoch beträgt der Anteil der Armen die weniger als einen Dollar pro Tag verdienen bei 40%
-innerstaatliche Disparitäten sind anhand der Lorenz-Kurve zu erkennen (Abweichung zur absoluten Gleichverteilung) und anhand des Gini-Koeffizienten, der die Verteilung des gesamten Vermögens auf seine Bevölkerung angibt (je geringer, desto besser)
-globaler Handel fördert zwar Wirtschaft, aber meisten nur einzelne Regionen, daher gibt es auch Verlierer der Globalisierung, da andere Regionen eines Staates nicht gefördert werden
-Disparitäten können aufgrund verschiedener Gunst (Geofaktoren) entstehen, somit ist z.B. das Delta des Mekongs besser als der Boden von den, in Bergregionen des Mekong, lebenden Bevölkerung
Transmigrasi – Versuch zur Überwindung der räumlichen Disparitäten 4.3.
Ziel: Entlastung der indonesischen Zentralinsel Java (aufgrund von Überlastung, Arbeitsplatzmangel..)
Mittel: Umsiedlung von ärmerer Bevölkerung in die Peripherie, gelockt durch eine Prämie von 2ha Land, Lebensmittelvorräten für ein Jahr, einem Haus und Saatgut
Finanzierung: Weltbank
Probleme: Abholzung von Regenwald, anderen Ethnien wurde Lebensraum genommen, nicht ausreichende Landwirtschaftliche Kenntnisse, Rückwanderung, ethnische Konflikte mit den Einheimischen, außerdem wird das Bevölkerungswachstum auf Java nicht gestoppt
Erfolg? àteilweise ja, aber es werden neue Probleme geschaffen, letztendlich ist das Programm nicht mehr im Mittelpunkt, da es teilweise Bedeutung verloren hat, da die Geburtenrate in Indonesien zurückgeht.
Entwicklungsfaktor Tourismus 4.4.
-Tourismus baut auf den Verkauf von traditioneller Natur, oder auf natürliche Besonderheiten eines Biotops
-Tourismus gibt Schwellenländern zumeist einen wirtschaftlichen Schwung, er steigert durch Synergie-Effekte die Binnennachfrage und steigert ADI, gleichzeitig steigt die Beschäftigten Anzahl
Problematik: Überlastung von Touristenstandorten, damit verbunden die Umweltverschmutzung (Abwasser- und Müllentsorgung in Flüsse) und Verlust der Nachhaltigkeit, als auch die Verflachung von Kultur)
Alternative: Sanfter Tourismus
Vom Tigersprung zum Gänseflug 5.1.1.
Funktion der Länder Südostasiens in der ersten Hälfte des 20. Jh.:
-aufgrund der kolonialen Strukturen Export von Rohstoffen und landwirtschaftlichen Produkten
-Weiterverarbeitung fand in Europa und Nordamerika statt
àdurch einsetzenden Strukturwandel in den Industrieländern und der Unabhängigkeit der südostasiatischen Länder änderte sich dies nach dem 2. Weltkrieg
-Der südostasiatische Raum wurde durch ausländische Direktinvestitionen (ADI oder FDI) entwickelt…
… denn der südostasiatische Raum war im Kalten Krieg geopolitisch besonders interessant
-ADI wurden aus der USA zum Aufbau des sekundären Sektors getätigt
àJapan war Vorreiter in diesem Prozess, nachdem sich dort der Strukturwandel vollzogen hat, tätigte man Investitionen in Volkswirtschaften in Südostasien…
… diese folgten dem „Vorbild“ Japans…
… dieses Modell der wirtschaftlichen Entwicklung ist das „Gänseflugmodell“
è Häufig werden Länder Südostasiens als Tigerstaaten bezeichnet, aufgrund des schnellen Vollzuges eines Strukturwandels á la Japan
è Die Tigerstaaten sind in verschiedene Generationen zu unterteilen, je nach der chronologischen Abfolge von Wirtschaftswachstum, bzw. getätigten ADI
Anpassung der landwirtschaftlichen Produktion 5.1.2.
-trotz wirtschaftlicher Konzentration von Schwellenländer auf den tertiären Sektor gibt es das Bestreben den Agrarsektor an den Weltmarkt anzupassen
Beispiel Palmenöl:
-da die Nachfrage nach Palmenöl steigt, will man mit dem Export von diesem das Wirtschaftswachstum steigern àdie Gewinnung ist arbeitsintensiv und schaff daher Arbeitsplätze, die keinem saisonalen Zyklus ausgesetzt sind (Innere Tropen: siehe oben) = Armutsminderung
-Kleinbauern erzielen mit dem Anbau von Palmenöl größere Gewinne als durch den Nassreisanbau
-anderer Aspekt: Nukleus-Konzept àvertragliche Kleinbauern auf Kernflächen einer Plantage angestellt = Abhängigkeit
-gefördert wird der Anbau durch Industrieländer wie Deutschland
-Auswirkungen auf die Umwelt: Das Wirtschaftswachstum wird zwar gesteigert, aber die Umwelt wird gefährdet (11mil. Ha Brandrodung, Torfböden werden trocken gelegt = CO2 Freisetzung, Arten die vom Aussterben bedroht sind werden verdrängt), gleichzeitig wird eine Monokulturanbau gefördert und die Diversität des Anbaus (Kakao, Kokos etc.) verdrängt
Lichtblick: 2010 keine neuen Konzessionen für Abholzung in Indonesien
Südostasiens Position im globalen Handel 5.3.
-wirtschaftliche Liberalisierung durch die WTO = größeres Handelsvolumen
-aufgrund Standortsuche = Zunahme der Direktinvestitionen in Südostasien
-Innovation in Bereichen wie Logistik, Transport und Kommunikation führt zur Kostenreduzierung von Produkten
à von diesem Standpunkt aus, hat sich die „Triade gebildet, in der der Raum Asien/Pazifik Waren im Wert von 650 Mrd. US-$ exportiert und hat somit eine wichtige Position im globalen Handel, es werden besonders…
… Produkte des industriellen Sektors gehandelt
… Konsumgüter wie Elektronik, Kleidung etc. aus der Subregion Südostasien exportiert, wobei ein Viertel von diesen in den Mitgliedsstaaten der ASEAN selbst gehandelt werden
… (wird) die Diversität von Produkten in den Tigerstaaten der 2. Generation gefördert, da besonders Güter aus dem Agrarsektor die Terms of Trade verschlechtern können.
-Gleichzeitig werden Dienstleistungen (Marktanalysen, Beratungen, Empfehlungen etc.) gehandelt, die aufgrund Kommunikation immer mehr Bedeutung gewinnen à mit diesen lassen sich große Gewinne am Weltwirtschaftsmarkt erfüllen
Globalisierte Wirtschaft – globalisierte Kultur 5.4.
-Globalisierung hat nicht nur wirtschaftliche Folgen…
… sondern kann zu Adaption von Werten führen (durch neue Medien gefördert)…
… aber muss nicht unbedingt Unterschiede „einebnen“…
…sondern kann etwas „Neues“ hervorbringen, adaptierte Werte werden mit eigenen Wertvorstellungen kombiniert und führt zu einem Austausch von Kultur (besonders stark in Gebieten in denen der Tourismus prosperiert)
à gleichzeitig sind aber viele Regionen (besonders ländliche) von diesem Kontakt der Kulturen ausgeschlossen
Von der Metropole zur Weltstadt 6.1.1
-südostasiatische Metropolen besitzen eine Spitzenposition innerhalb ihres Landes
-sie sind meisten Primat-Citys, in der sich Politik und Wirtschaft zentralisiert
-dem ländlichen Raum sind sie deutlich überlegen
-diese Städte entwickeln globalen Charakter, sie werden durch Infrastruktur in die Weltwirtschaft eingebunden, so haben viele große internationale Unternehmen eine Unterlassung in solch einer Stadt = hohes wirtschaftliches Potenzial
-diese Weltstädte besitzen dann Kontroll- und Steuerfunktion für die globale Weltwirtschaft
à somit gewinnen sie auch weltpolitisch an Bedeutung
-diese Weltstädte können anhand ihrer Bedeutung für die internationale Verflechtung und Integration in diese, in 4 Kategorien eingeteilt werden
Megastädte und Stadtwachstum 6.1.2.
Liberalisierung der Weltwirtschaft à Megastädte werden in Weltwirtschaft integriert à gewinnen an Bedeutung àpull-Faktor durch die Vielzahl von Arbeitsplätzen àBevölkerungsanstieg der Stadt = Landflucht à arme Einwandererschichten finden keinen Wohnraum àillegale Bebauung von Freiflächen àschlechte Lebensbedingungen à PUSH-FAKTOR
-Trotzdem kommt es zu einer Urbanisierung (Verstädterung)
-meistens verschmilzt eine Stadt im rasanten Wachstum mit dem Umland zu einer riesigen Agglomeration (z.B. Manila) à Stadtplanung ungenügend à Überlastungserscheinungen à Mosaikmuster (Gated-Communities – Squattersiedlungen)
Effekt der Urbanisierung: Adaption von städtischer Lebensweise – besonders junge Leute wollen in die Stadt
Verschmelzung der Metropolen mir ihrem Umland 6.2.
-Metropolen bestehen in der Regel aus einem Stadtzentrum
-um dieses Reihen sich Zonen, dessen Bebauungsdichte nach außen abnimmt
-je nach Lage der Stadt haben sich die Zonen ringförmig ausgebreitet
-Umland unterliegt wie Stadt vielen Wandlungsprozessen
àLandwirtschaftliche Flächen werden zu Industrieflächen, Industrieflächen zu Wohngebieten (Suburbanisierung)
-Heterogenität der Orte in der Agglomeration sind unterschiedlich (z.B. gib es dörflichen Charakter am Rand der Stadt)
-die Sozialstruktur unterscheidet sich und wandelt sich
-aufgrund schlechter Verkehrsinfrastruktur siedelt sich die ärmere Bevölkerung stadtnah an, gar auf Dächern oder illegal auf frei Flächen
àdurch die gleichzeitige Nähe zu exklusiven Siedlungen ist ein Mosaikmuster häufig erkennbar
àsoziale Segmentierung
Perspektiven 7.
Ziele der ASEAN:
1. Finanzielle Stabilität und den Aufschwung antreiben
2. Ökonomische Verflechtung der ASEAN wahren
3. Entwicklung der Infrastruktur pflegen
4. Nachhaltige Entwicklung fördern
5. Stärkung sozialer Sicherungssystme
6. Bildungskooperation fördern
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